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Der Name "Formidable Pelikan"

10 Jahre lang war im Haus zum Pelikan, dass “Café Pelikan” welches ein konservatives Konditorei war. 2021 übernahm ich dieses Lokal, mit neuer Idee und modernem Konzept. Da der Name “Pelikan” durfte/musste übernommen werden, wir uns aber nicht auf ein Café oder Restaurant beschränken wollten, nannten wir es “formidable Pelikan”. Französisch aus vielen verschiedenen Gründen. Rein pflanzlich, da es für den Genuss oder sonstige Ausreden heutzutage kein Grund gibt, dass ein Tier sterben muss. Willkommen sind alle Menschen die Achtsamkeit kein Fremdwort ist.


 

Haus zum Pelikan

 

Die Geschichte des Hauses zum Pelikan reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits vor dem grossen Stadtbrand von 1418 stand hier ein Vorgängerhaus, das allerdings den Flammen zum Opfer fiel.

 

Geschichte: Die wechselvolle Geschichte des Pelikans ist eng mit seiner Architektur verbunden. Die vielen Besitzer- und Bewohnerwechsel führten zu einer regen Umbau- und Erweiterungstätigkeit. Architektur: Nach dem Brand von 1418 wurde nur ein einfacher Ersatzbau für das zuvor bestehende Haus mit Garten errichtet. 1452 erfolgte dann der Bau eines neuen Hauses mit gemauertem Sockelgeschoss über einem Gewölbekeller, ein zweigeschossiger Bohlen-Ständerbau mit steilem Dach und Aufzugsgiebel. Bauherr war Lienhard Merz († 1506), Pulvermacher und Ratsherr, dessen fünf Söhne alle beim Umgang mit Pulver ums Leben kamen. 1550 erbaute die Familie Högger auf demselben Grundstück ein zweites Haus. Dieses wurde 1568 mit dem ersten zum heute sichtbaren Gebäude vereinigt. Auftraggeber dafür war wohl Hans Schlumpf-Zollikofer, der ab 1571 als Besitzer der Liegenschaft erwähnt ist und damals kurz vor der Heirat stand. Schlumpf war ein erfolgreicher Unternehmer. 1589 übernahm er von der Stadt die rückseitig benachbarte baufällige Johanneskapelle «auf Abbruch» und liess sich dort das heutige Stadthaus als Wohn- und Geschäftshaus bauen. Im Pelikan residierten sein Sohn und später dessen Sohn. Ab 1635 gehörte das Haus einige Jahrzehnte lang der Familie Zollikofer, aus deren Zeit auch die barocken Deckenmalereien in einigen Räumen des zweiten und dritten Obergeschosses stammen. Den Erker liess David Huber im Jahr 1707 bauen. Der Holzbildhauer Johannes Friedrich (1663-1731) schuf in seinem Auftrag ein Duplikat des Erkers am «Hoffmann’schen Haus» in Rorschach. Interessantes Detail: Der in Holz gearbeitete Erker wurde von Anfang an graublau bemalt, mit einer damals sündhaft teuren Farbe, deren Blauanteil aus Smalte bestand, dem ältesten bekannten Kobaltpigment. Bei einer Restaurierung 1905 wurde diese Farbe abgetragen und das nun rohe Holz lackiert. Erst 1992/93 wurde der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt – sowie die Deckenmalereien in fünf Räumen freigelegt. Heutige Nutzung: Das Haus zum Pelikan ist im Besitz der Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Es wird als Restaurant, Büro- und Wohnhaus genutzt.

 

Quelle: st.gallen-bodensee.ch
 

 

 

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Formidable Pelikan

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